Wie entwickelt sich der Mensch in einer global gewordenen Welt?
Der GLOBAL MIND im Aufstieg des Bewusstseins
Ein grundlegender Paradigmenwechsel vollzieht sich, der die Menschheit in eine neue Zeitepoche führt. Es ist höchste Zeit, den existierenden Reformstau aufzulösen.
Global ausgerichtetes Denken und Verantwortungsbewusstsein ist die neue Maxime für das menschliche Handeln. Nur äußerlich betrachtet bedeutet Globalisierung ein Projekt von Technologie, Infrastruktur und Ökonomie – es ist ein Projekt menschlicher Bewusstwerdung, das anders funktionierende und umfassender veranlagte Menschen heranreifen lässt

RATIO GLOBALIS
Der GLOBAL MIND im Aufstieg des Bewusstseins
Robert Welscher
ISBN 978-3-941445-11-6
2027
RATIO GLOBALIS
„Es gibt nur einen erfolgversprechenden Weg, der uns eine bessere Welt in Aussicht stellt: Er führt über ein höheres Verständnis von uns selbst und von den wahren Gesetzmäßigkeiten des Lebens. Erst durch ihn werden wir unsere Kultur nachhaltig erheben!
Es ist an der Zeit, einen wirklichen Fortschritt zu wagen.“
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KLAPPENTEXT
Die Globalisierung begründet eine neue Form menschlicher Interaktion. Das globale Zeitalter verändert nicht nur die Welt, sondern den Menschen selbst. Er entwickelt sich zum kosmopolitischen Weltbürger.
Wenngleich Globalisierung heute vorrangig als ökonomische Vernetzung verstanden wird, ist sie zugleich Ausdruck einer natürlichen menschlichen Entfaltung: Sie verändert Zeitgeist und Lebensstil und führt zu einem individualisierten Selbstverständnis und zu einer verantwortungsvollen Kultur – vor dem Hintergrund einer global ganzheitlichen Weltsicht.
Erst ein GLOBAL MIND kann zur tragfähigen Basis werden, um den Bedingungen einer zusammengewachsenen globalen Welt angemessen zu begegnen. Wir erleben eine Epoche großartiger Chancen – auch durch neue Technologien, die dem Menschen bislang ungeahnte Möglichkeiten für seine eigene Entwicklung eröffnen.
Verstärkt richtet sich die Entwicklung des Menschen nach innen: Er strebt nach Integration und nach einer erweiterten Einheit seines Wesens. Eine RATIO GLOBALIS zu kultivieren beginnt bei jedem Menschen selbst. Geistige Klarheit und ganzheitliches Denken eröffnen neue Horizonte der persönlichen Entfaltung. Es gilt, die Entwicklung des Bewusstseins zu erkennen, um die eigene Entwicklung bewusst zu gestalten und damit auch die Zukunft angemessen gestalten zu können.
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VORWORT
Wir durchleben turbulente Zeiten. Per phantastischem Spektakel, in dem sich die Dinge förmlich überschlagen, öffnet sich der Blick in eine transformierte Zukunft. Wer annimmt, dass die Welt bereits in wenigen Jahrzehnten noch ähnlich funktionieren wird wie heute, folgt einer groben Fehleinschätzung. Naiverweise baut er auf ein Weltbild, das dem Faktenstand nicht mehr entspricht und den absehbaren Entwicklungen nicht mehr standhalten wird. Das Realitätsverständnis vieler Menschen ist zu eng, um die Tragweite der Veränderung zu erfassen. Denn so weit die technologische Entwicklung seit der Industriellen Revolution auch vorangeschritten ist, die wirklich bedeutenden Innovationen liegen erst noch vor uns. Sie werden das menschliche Vorstellungsvermögen mehr als herausfordern.
Es ist höchste Zeit, wesentliche Belange des Lebens auf innovative Weise neu zu ordnen. Dies ist viel radikaler, als noch mehr Gesetze zu erlassen, etablierte Handlungsweisen anzupassen und neue Technologien einzusetzen. Die Menschheit ist in eine Übergangsphase eingetreten, aus der ein weitgehend umgestaltetes und bereichertes Leben hervorgehen wird. Dem menschlichen Vermögen, insbesondere seinem geistigen Horizont, werden neue Freiheitsgrade hinzugefügt. Die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit zeigen unmissverständlich, dass der menschliche Entwicklungsstand in Summe noch ungenügend ist. Denn er reflektiert die Notwendigkeiten der zwischenzeitlich global zusammengewachsenen Welt und die Dynamik in der technologischen Entwicklung, nicht entsprechend. So etablierte sich ein Fehlverhalten, dessen Konsequenzen nicht mit den gleichen Maßnahmen kompensiert werden können, mit denen sie hervorgebracht wurden. Die Hypothek, die bereits aufgelaufen ist, lastet schwer auf der Zukunft. Und sie wächst immer noch schneller an. Der intellektuell vermutende/schlussfolgernde Mensch hat materielles und ökonomisches Wachstum weit in eine globale Welt vorausgeschickt, ohne ihnen in seiner Weltanschauung angemessen zu folgen. Die Krisen in der Welt darf man wie eine unmissverständliche Aufforderung verstehen, um grundsätzlich neu über Sinn und Unsinn nachzudenken. Die negativen Effekte seines Handelns zwingen den Menschen zwischenzeitlich mehr dazu als Krisenverwalter zu agieren, als progressiv und aktiv zu gestalten. Insgesamt gibt sich die Weltgemeinschaft wenig reflektiert und handelt im Prinzip kaum innovativ, sondern aus rückwärts ausgerichteten Konditionierungen heraus. Dieses generelle Versäumnis wird offensichtlich und auch durch nationalistische und populistische Kräfte unterstrichen, die mit verstörender Vehemenz auftreten und einen unerwartet großen Zuspruch in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen finden. In überraschender Wucht zeigt sich die Lücke auf, die auch dadurch aufgerissen wurde, dass man einen konstruktiven Wandel verschlief und die Zeichen der Zeit ignorierte. Die Finanzkrise von 2008 „schockierte“ die Welt und mahnte einen Wandel an. Doch letztlich folgte man danach dem gleichen, alten Stereotyp, ohne ein weitergehendes Verständnis für die tiefergreifenden Probleme zu entwickeln. Viel mehr als kosmetische Reparaturen, ein paar unwesentliche Stellschrauben wurden am Bankensystem nachgezogen, fanden nicht statt und schnell kehrte man zu Business as usual zurück. Viel mehr, als die wahren Probleme zu ignorieren und sie weiter vor sich herzuschieben, passierte nicht. Seither lies man wichtige Zeit ungenutzt verstreichen. Der Aufstieg der Börsen entstammt zu einem bedeutenden Teil der laxen Geldpolitik und ist ohne nachhaltige Substanz. Es mangelt der Welt nicht an Geld; zu viel wurde erschaffen und es wird noch immer falsch verteilt und eingesetzt! Auch mangelt es nicht an Wachstum, doch wächst die Welt in falsche Richtungen. Als Kollektiv war der Mensch sehr konsequent darin, die wesentlichen Herausforderungen zu ignorieren. Große Chancen für Korrektur und Erneuerung wurden mutwillig vertan. Das Ergebnis zeigt sich nun überall, das anhaltende Versäumnis türmt die Probleme immer schneller immer höher auf. Die Menschheit verirrte sich in einem beschränkten Mind-Konstrukt, dem sie Allgemeingültigkeit zuspricht. Worauf die Weltgemeinschaft deshalb unweigerlich zusteuert, ist eine Zäsur, die alle Lebensbereiche betrifft. Im Vordergrund der Veränderung stehen jedoch nicht Verlust und Entbehrung. Die Zukunft wird mit einer viel größeren Fülle überraschen, das Leben wird sich erneuern, anreichern und dramatisch verbessern. Es ist tatsächlich eine höhere Welt, die in Aussicht steht. Jedoch hat sich der Einzelne für ein neues Denken zu öffnen, wofür es Raum zur weitergehenden Besinnung braucht. Eine neue Welt wird aus Inspiration hervorgebracht, und ist einem weitergehenden Wachstum gewidmet, das eine höhere Bedeutung besitzt. Um dies zu erreichen, sind zuerst unbewusste Konditionierungen bewusst zu machen, wozu diese turbulente Zeit eine Art notwendigen Katalysator darstellt. Auf diese Weise werden alte Paradigmen gebrochen und neues Denken möglich. Schlüssigere Wertesysteme und ein umfassenderes Grundverständnis entstehen durch individuelle Entwicklungsprozesse. Aufzurücken auf einen globalen Faktenrahmen, der ein ökologischeres, sozial gerechteres und moralisch gefestigtes Leben nahelegt, ist der nächste Schritt, den der Mensch in Richtung Zukunft setzen wird. Als Individuum, wie als globale Gemeinschaft, ist die Frage nach dem tieferen Sinn zu stellen. Entschleunigung und Mäßigung sind als Methode angemahnt, um in eine höhere Phase in der Entfaltung des Lebens eintreten zu können: Drängende Fragen sind gleichermaßen individuell wie gesellschaftlich aufzuarbeiten: Ist ein Lebensstil, der an Besitzstand, Macht und Erfolg ausgerichtet und bezüglich der vorhandenen Ressourcen überzogen ist, erstrebenswert? Liegt der Mensch einem systematischen Trugschluss auf, der aus einer Zeit herrührt, in der das Überleben die Maxime begrenzt reflektierter Menschen war? Ist das heutige Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft noch ausbalanciert, oder ist es neu zu ordnen? Ist es weiterhin vertretbar, Ethik und Moral an Staats-, Vermögens- oder Einkommensgrenzen außer Kraft zu setzen? Existiert überhaupt ein Staat oder System, das in der Lage ist, den Wandlungsprozess zu moderieren, oder ist dieses erst zu erfinden?
Einerseits muss der Mensch auf die veränderten globalen Gegebenheiten reagieren. Andererseits hat die westliche Konsumgesellschaft, zwischenzeitlich ein globales Phänomen, einen geistigen Entwicklungsstand hervorgebracht, der ein neues Lebensumfeld einfordert. Übersättigte Gesellschaften dürsten psychisch nach Entschlackung. Zudem bringt der Überkonsum Einzelner zu Lasten Dritter, der Umwelt und zukünftiger Generationen die Natur immer noch weiter aus der Balance. Klimawandel und vielfältige Umweltprobleme beeinflussen alle Menschen direkt. Es sind humanitäre Katastrophen, die direkte und indirekte Auswirkungen auf alle und überall haben. Das alles provoziert einen Bewusstseinswandel und mündet in einen Paradigmenwechsel. Das Leben ist auf neue geistige Pfeiler zu setzen. Anstatt weiter einer Doktrin zu folgen, die von der realen Entwicklung bereits überholt worden ist, gilt es, die Welt innovativ neu zu ordnen. Anspruch, Werteordnung, das moralische Fundament, die Bezugsgrößen für rational schlüssiges Denken und Handeln, sind neu zu definieren. Dies muss zunächst im Bewusstsein des Einzelnen geschehen. Das Zeitgeschehen drängt einen progressiven Aufbruch förmlich auf. Nur Bewusstseinswandel generiert die notwendigen Kritischen Massen, um die überfälligen Schritte vorwärts zu setzen.
Ohne die Herausbildung eines GLOBAL MIND wird der Aufstieg des Menschen ins Stocken geraten, oder das menschliche Projekt gar scheitern.
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