NICHTICH

VORSCHAU AUS DEM PARADIES

Es ist ein schwungvoller Weg, der einen Menschen, über ein mentales Dasein hinaus, zu einem transrational bewussten Individuum heranreifen lässt. Ist der Startpunkt einmal gesetzt, existiert kein Zurück mehr.

Zu strahlend durchdrang das sich öffnende Paradies die bewusste Existenz. Leben verblasst, wo es eben noch höchst lebendig schien und öffnet dort ein neues Leben, wo ein Leben unerreichbar und scheinbar unmöglich war.

NICHTICH

Nomade auf der Zeit
Vorschau aus dem Paradies

Robert Welscher
Erhältlich ab 2022

NICHT | ICH ?


Jenseits des mentalen Geistes hört das menschliche Dasein noch längst nicht auf.

Was als „Wahrheit“, was als „das Leben“ verstanden wird, wirft in der individuellen Entwicklung turnusgemäß vieles von sich, was zuvor beständig und einleuchtend erschien. Transzendenz ist das gewöhnliche Prozedere bewussten Lebens. Einmal jedoch geschieht viel mehr als das, was unter Veränderung und Entwicklung verstanden werden konnte. Denn alles verändert sich plötzlich in einer so umfassenden Weise, dass es die Existenz und ihre Beschaffenheit praktisch auslöscht. Vorherige Einschätzungen werden augenblicklich pulverisiert. Dort, wo ein „Ich“ gewesen war, ist kaum mehr etwas verblieben, das von wirklicher Bedeutung sein könnte. In diesem „Nichts“ war nicht nur das Ich, sondern gar die Welt in der Gestalt, wie „Ich“ sie kennen wollte, mit untergegangen.

E
ine neue Sicht auf das Leben wurde frei, die das reale Leben fast wie eine leblose, träge Masse wahrnehmen muss – und sie zugleich in bislang ungekannter Liebe in sich fasst. Was zuvor normal und natürlich erschien, ist vernichtet und die einstige Utopie, etwas, das unvorstellbar war, ist an seine Stelle getreten. Das Nichts war zu einem überlebendig sprudelnden Kosmos herabgefallen und hat das Ich von sich geworfen. „Ich“ ist nicht mehr, ein verlorener Geist in humaoider Form findet sich, wenngleich vorübergehend wie aufgespannt zwischen Existenzlosigkeit und Allgegenwart, verwirrt in Richtung Nicht-Ich unterwegs, – von dem er anfänglich noch immer wenig wissen kann.

So ungefähr tritt der Bruch hervor, wenn im Verlauf der Individuellen Entwicklung der Moment gekommen war, an dem der mentale Geist sich öffnet und die Seele unverblümt von ihrer wahren Gestalt atmen lässt. Es ist ein Schock für den mentalen Geist, eine Zäsur für einem Menschen. Die Utopie wird Realität, das Paradies tritt aus einer fernen Zukunft hervor. Eine Periode der Prüfung und Veränderung setzt sich in Gang.

Ein zur Mutation ermuntertes Menschenkind ist angeregt, um seinen lange belebten Schatten zu übersteigen.

TRANSRATIONALES WERDEN

Es ist ein schwungvoller Weg, der einen Menschen, über ein mentales Dasein hinaus, zu einem transrational bewussten Individuum heranreifen lässt. Ist der Startpunkt einmal gesetzt, existiert kein Zurück mehr. Zu strahlend durchdrang das sich öffnende Paradies die bewusste Existenz. Leben verblasst, wo es eben noch höchst lebendig schien und öffnet dort ein neues Leben, wo ein Leben völlig unmöglich war.

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rans-rationales Werden ist ein Prozess, der einen Menschen grundlegend reformieren lässt. Alles reisst es in seinem spirituellen Erwachen hinfort. Nichts kann bleiben, wie es gewesen war. In einem gewöhnlich erscheinenden Menschenkörper erwacht ein Dasein zum Leben, das nach gewöhnlichen Maßstäben übernatürlich ist. Was Philosophen und Gelehrte, Weise und religiöse Visionäre seit Jahrtausenden in Aussicht stellten, vollführt sich eindrücklich in einem konkreten Leben. Es ist nicht ersichtlich, dass im Verlauf der irdischen Evolutionsgeschichte der Weg zu Gott so nah, das Paradies so leicht greifbar, die Freiheit so lebendig gewesen wäre.

Nur – zunächst liegt dieses Paradies nicht hier in dieser Welt, und auch nicht in diesem „Ich“, mit dem sich wachbewusstes Dasein von Kindesbeinen an assoziieren wollte. Erst ist noch die Leere zu durchschreiten, das Ich zum bersten zu bringen, die Realität ist ad absurdum zu führen. Der Weg ins Paradies ist der Weg ins Jenseits, wo es ein Ich und eine Welt, nach vernünftigem menschlichen Ermessen, doch nicht geben sollte.

Der Schlüssel für den Aufstieg eines Individuums liegt in der „Vernichtung“ seiner selbst. Die Utopie ist zu beleben, das Nirvana mit Bewusstsein zu füllen. Ist ein Individuum entwickelt genug und bereit, dann darf es eine unsichtbare Türe durchschreiten, die eine völlig neue Sicht auf die Welt begründet und die Welt als solche dadurch transformiert.

Nichts kann in der Erweiterung verloren gehen. Inmitten der Utopie geht das Ich ganz natürlich auf.

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Den Leser erwartet zunächst eine Mischung aus Essays, die den Sinn und Unsinn der Realität beleuchten. Gefolgt von Anmerkungen zum Prozess, der in ein transrationales Bewusstsein führt. Zuletzt werden Ausblicke in die „Zukunft“ gewagt, um die Dimensionen der Veränderungen aufzuzeigen, die im Leben wie im individuellen Bewusstsein doch bereits heute absehbar sind.

NICHTICH, Robert Welscher

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